![]() | Literatur-Informationen |
Die Büchereizentrale Schleswig-Holstein und die NORDMETALL-Stiftung starten erneut mit einem frischen Konzept in das landesweite Projekt zur Leseförderung.
Sobald die Sommerferien beginnen, ist es wieder soweit: in 40 öffentlichen Büchereien in Schleswig-Holstein werden die Regale von lesehungrigen Kindern und Jugendlichen regelrecht leergeräumt. Schuld daran sind die bei Schülerinnen und Schülern begehrten LeseClub-Zertifikate, mit denen sie ihr Zeugnis aufwerten können.
Dafür haben sich die Büchereizentrale Schleswig-Holstein und die NORDMETALL-Stiftung wieder als Partner für das Leseförderprojekt zusammengefunden. Sie erweitern ihr Engagement und unterstützen den FerienLeseClub finanziell mit mehr als 83.000 Euro. Schirmherrin ist erneut Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave. Auch die Staatskanzlei wird die Aktion wieder unterstützen.
"Etwa ein Viertel aller deutschen Jugendlichen haben mit dem Lesen Schwierigkeiten. Sie stehen vor ein großer Hürde, wenn es um Bildungschancen und gesellschaftliche Teilhabe geht", sagt Peter Golinski von der NORDMETALL-Stiftung. "Der FerienLeseClub vermittelt den Spaß am Lesen und hilft damit diese Hürden zu überwinden. Gerade bei denjenigen, die bisher kaum freiwillig zum Buch greifen."
"Das Konzept haben wir u.a. stärker den Bedürfnissen von Haupt- und Förderschülern angepasst", sagt Projektkoordinatorin Kathrin Reckling-Freitag von der Büchereizentrale Schleswig-Holstein.
Im vergangenen Jahr hatten rund 4.000 Kinder und Jugendliche mitgemacht. Insgesamt vergaben die 31 teilnehmenden Bücherein 2.504 Zertifikate. Für den diesjährigen FerienLeseClub erwartet die Büchereizentrale Schleswig-Holstein noch mehr lesebegeisterte Teilnehmer.
Die Eröffnung findet am 10.Juli um 10 Uhr in der Gemeindebücherei Bordesholm statt.
17.03.2008: Europäische Literatur in Serbien - Europäisches Literaturnetzwerk Halma trotzt Unruhen
Das europäische Literaturnetzwerk Halma hat entschieden, sein nächstes Treffen in Serbien abzuhalten, trotz oder gerade wegen der jüngsten Unruhen, die die Region in letzter Zeit erschüttert haben. „Wenn wir die europäische Literatur repräsentieren wollen, dürfen wir das nicht nur dort tun, wo Europa bereits zusammengewachsen ist. Wir müssen im Gegenteil gerade an jene Orte gehen, an denen es Spannungen und Konflikte gibt. Und wir wollen nicht zuletzt diejenigen in den Ländern unterstützen, die die europäische Idee vor Ort selbstverständlich machen wollen", so Péter Rácz, stellvertretender Präsident des Halma-Netzwerks. „Daher haben wir beschlossen, unsere Halma-Vollversammlung gerade jetzt in Serbien abzuhalten."
Die halbjährliche Halma-Vollversammlung findet vom 2. bis zum 6. April 2008 in Sremski Karlovci und Novi Sad statt. In diesem Rahmen wird es am 3. April 2008 in Sremski Karlovci auch eine öffentliche Podiumsdiskussion zur Vojvodina als europäischer Kulturraum geben.
Das Netzwerk Halma wurde 2006 vom Literarischen Colloquium Berlin gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung (Deutschland) und der Stiftung Borderland aus Sejny (Polen) gegründet und vom deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier vorgestellt. Es repräsentiert zur Zeit Literaturhäuser aus den Ländern Belgien, Bulgarien, Deutschland, Estland, Griechenland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Serbien, Slowenien, Tschechien und Ungarn. Deutsche Mitglieder sind neben dem Literarischen Colloquium Berlin die Stiftung kunst:raum sylt quelle und das Literaturhaus Schleswig-Holstein
Halma - 16 Literaturzentren gründeten europäisches Netzwerk
16 Literaturzentren aus 11 Ländern gründeten das europäische Netzwerk Halma. Im polnischen Sejny, an der litauischen Grenze, initiierte das LCB gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung und der Stiftung Borderland ein Treffen gewichtiger europäischer Zentren. Sie werden unter dem Titel Halma gemeinsame Projekte organisieren und Autoren, Übersetzer und Lektoren des europäischen Literaturbetriebes durch Kooperationen, Veranstaltungen und Stipendien das gemeinsame europäische Kulturerbe erfahren lassen.
Zentrale Idee des Netzwerkes ist es, für Projekte und Akteure jenseits nationaler Grenzen eine europäische Struktur zu schaffen, in der sie sich zwischen verschiedenen kulturellen Regionen bewegen können. Wie in dem Spiel Halma (der Sprung, griechisch) wird es in diesem Netzwerk möglich sein, zwischen verschiedenen europäischen Häusern zu wechseln, um dort zu arbeiten, zu forschen, sich fortzubilden und Projekte durchzuführen und zu präsentieren. Eine Erweiterung des Netzwerkes, insbesondere eine Westerweiterung ist geplant.
Halma Einrichtungen:
1. Literarisches Colloqium Berlin (Deutschland)
2. Borderland Stiftung, Sejny (Polen)
3. Elias Canetti-Haus, Rousse (Bulgarien)
4. Pygmalion Press Foundation, Plovdiv (Bulgarien)
5. Haus des estnischen Schriftsteller-Verbandes, Tallinn (Estland)
6. Ungarisches Übersetzerhaus, Balatonfüred (Ungarn)
7. Internationales Autoren- und Übersetzer Haus, Ventspils (Lettland)
8. Thomas Mann Kulturzentrum, Nida (Litauen)
9. Villa Decius, Krakau (Polen)
10. Mircea Dinescu Stiftung für Poesie, Cetate (Rumänien)
11. Internationales Zentrum für literarische Übersetzer, Sremski Karlovci (Serbien)
12. Haus des Slowenischen Schriftsteller Vereins, Ljublijana (Slowenien)
13. Literaturhaus Schleswig-Holstein, Kiel (Deutschland)
14. Arts Institute, Prag (Tschechische Republik)
15. Stiftung kunst:raum sylt quelle, Rantum (Deutschland)
16. Nikolaus-Lenau-Haus, Pécs (Ungarn)
mem: 1034 total: 16 module: 5 xsl: 5





