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Aktuelles
30.10.2009 20 Jahre Literaturhaus Schleswig-Holstein e.V.
Hinter jeder freien Kultureinrichtung steht ein starker Verein. Im Herbst 1989 gründeten Vereine und Institutionen, die schon einiges im literarischen Leben des Landes bewegt hatten, das Literaturhaus als einen Dachverein. Der 20. Geburtstag soll dessen stilles und erfolgreiches Wirken würdigen. Den Jubiläumsabend eröffnet eine Lesung von Günter Kunert.
29.10.2009 „Littera Borealis", Heft 8: Mareike Krügel
Das Heft „Littera Borealis: Mareike Krügel" wird am 29. Oktober 2009 um 11 Uhr im Literaturhaus Schleswig-Holstein, Schwanenweg 13, Kiel, gemeinsam mit der Schriftstellerin von den Herausgebern präsentiert.
Das neue, achte Heft der Reihe „Littera Borealis" ist der Schriftstellerin Mareike Krügel gewidmet. Nach Heften zu Günter Kunert, Feridun Zaimoglu, Peter Rühmkorf, Siegfried Lenz, Jochen Missfeldt, Karen Duve und Doris Runge präsentieren die Herausgeber der seit 2004 erscheinenden Reihe - die Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein, das Literaturhaus Schleswig-Holstein und das Nordkolleg Rendsburg - mit Mareike Krügel eine jüngere Schriftstellerin, die Schleswig-Holstein sowohl durch den Geburtsort Kiel und den Wohnort Ulsnis an der Schlei als auch durch die Orte und Stoffe ihrer Romane „Die Witwe, der Lehrer, das Meer" und „Die Tochter
meines Vaters" eng verbunden ist und deren Werke ein ganz eigener hintersinniger Humor bestimmt.
Wie in den vorhergehenden Heften der „Littera Borealis", mit denen Schriftsteller, die im Land leben oder arbeiten, geehrt, präsentiert oder gefördert werden, vermittelt auch das neue in kurzen Beiträgen von Literaturwissenschaftlern, Lektoren, Freunden und Bekannten, in Textauszügen und Fotografien ein persönliches Bild Mareike Krügels und würdigt das bisherige literarische Werk der Hebbelpreisträgerin 2006. Kollegen wie Jan Christophersen, Ricarda Junge, Kristof Magnusson und Thomas Pletzinger, die ihren schriftstellerischen Weg begleitet haben, ihre italienische Übersetzerin Roberta Gado-Wiener, der Buchhändler Jan Klabunde oder der Hamburger Journalist Frank Keil tragen zu diesem Bild und dieser Würdigung bei.
Mareike Krügel, 1977 in Kiel geboren, studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. 2003 erschien ihr erster Roman „Die Witwe, der Lehrer, das Meer" (Steidl Verlag). Mareike Krügel erhielt mehrere Stipendien, u.a. in der Villa Decius in Krakau und im Stipendiatenhaus Cismar des Landes Schleswig-Holstein. 2003 wurde sie mit dem Förderpreis der Stadt Hamburg ausgezeichnet. Nach dem Erscheinen ihres zweiten, mitlerweile in mehrere Sprachen übersetzten Romans „Die Tochter meines Vaters" (Schöffling Verlag, 2005) erhielt sie 2006 den Friedrich-Hebbel-Preis. Mareike Krügel leitet seit einigen Jahren auch im Hamburger Literaturhaus das „Schreiblabor" für junge Schreibende und hat die Prosawerkstatt „Texte unter Lupe" im Literaturhaus SH geleitet.
23.10.2009 Jan Christophersen erhält den Debütpreis des Buddenbrookhauses 2009 für seinen Roman »Schneetage«
Für seinen ersten Roman Schneetage erhält Jan Christophersen den Debütpreis des Buddenbrookhauses 2009. Der vom Lions Club Lübeck-Hanse gestiftete Preis wird am 20. November 2009 um 19 Uhr im Audienzsaal des Rathauses zu Lübeck verliehen.
In seinem Roman erzählt der Autor eine packende Familiengeschichte vor der Kulisse der großen norddeutschen Schneekatastrophe um die Jahreswende 1978/79.
In der Jurybegründung heißt es, Schneetage sei lebensnah und glaubwürdig. Jan Christophersen gelinge das Kunststück, in karger und lakonischer Sprache ein stimmiges Bild norddeutscher Mentalität zu entwerfen und dabei stimmungsvoll und atmosphärisch dicht zu erzählen. Der spannende Plot erfahre durch die virtuose Verknüpfung von verschiedenen Zeitebenen eine besondere Intensität und Tiefe.
Der Debütpreis ist mit 2000 Euro dotiert. Seit 2003 wird der Preis alle zwei Jahre in Anlehnung an eines der erfolgreichsten Debüts der Weltliteratur, Thomas Manns Buddenbrooks, verliehen. Die Absicht ist es, den Autorinnen und Autoren beim Start der literarischen Laufbahn eine Unterstützung zu geben und ihre Erstveröffentlichungen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.
06.10.2009 Wilhelm-Lehmann-Lyrik-Preis 2009 für Jan Wagner
Jan Wagner, Schriftsteller, Übersetzer und Rezensent aus Berlin, ist der erste Preisträger des Wilhelm-Lehmann-Lyrik-Preises. Der von der Wilhelm-Lehmann-Gesellschaft und der Stadt Eckernförde gestiftete Preis ist mit 10 000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre vergeben.
In der Begründung der Jury heißt es, Wagner sei ein "Formkünstler, der auf unangestrengte Weise zu neuen Erfahrungen des Blicks, der Sprache und der rhytmischen Formen einlädt und das Lesen von Gedichten zu einer Entdeckungsreise macht."
Wagner, 1971 in Hamburg geboren, veröffentlichte in der Vergangenheit u.a. die Lyrik-Bände "Guerickes Sperling" und "Achtzehn Pasteten".
24.08.2009 Autorenlexikon auf Literaturport.de wird erweitert
Alle Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus Deutschland, Österreich und der Schweiz können sich ab sofort auf Literaturport.de eintragen
Das Online-Autorenlexikon auf Literaturport.de steht ab sofort Schriftstellerinnen und Schriftstellern aus Deutschland, der Schweiz und Österreich offen. Voraaussetzung ist mindestens eine eigenständige Veröffentlichung im Bereich Belletristik/ Kinderbuch nach 1995 (kein Eigen- oder Kostenzuschussverlag).
Alle Angaben kommen vom Autor selbst und wie bei einer eigenen Website kann der Eintrag jederzeit aktualisiert oder verändert werden. Über ein Kontaktformular können Autoren auf Wunsch auch über Literaturport.de kontaktiert werden.
Insgesamt finden sich zur Zeit um die 700 Namen im zeitgenössiscchen Lexikon.
Literaturport.de existiert seit 2006 und ist eine Schnittstelle zwischen Autoren, Lesern und Literaturvermittlern. Hörproben, Autorenlexikon, Literatouren, Preise und Stipendien, Veranstaltungstipps und mehr - das bietet der Literaturhafen im Internet. Literaturport.de wurde 2008 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet.
29.07.2009 Franz Tumler Literaturpreis 2009 für zeitgenössische deutschsprachige Literatur
Die fünfköpfige Jury hat je einen/ eine Autor/ in für die Finalrunde vorgeschlagen. Zu den fünf Finalisten gehören Lea Gottheil, Katrin Seglitz, Esther Kinsky, Lorenz Langenegger und auch der in Flensburg geborene und heute bei Schleswig lebende Autor Jan Christophersen mit seinem Erstlingswerk "Schneetage" ist mit dabei.
Der von der Südtiroler Landesregierung gestiftete Franz-Tumler-Literaturpreis 2009 ist mit 8.000 Euro dotiert und mit einem Schreibaufenthalt im Rahmen der Literaturtage Laas 2010 gekoppelt. Die Endausscheidung findet am 19. September 2009 im Josefshaus in Laas (Südtirol) statt.
12.06.2009 Klaus-Groth-Preis 2009 für Jürgen Heitmann
Die Stadt Heide verlieh am 12. Juni 2009 zum dritten Mal den Klaus-Groth-Preis für niederdeutsche Lyrik. Der mit einem Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro dotierte Preis ging in diesem Jahr an Jürgen Heitmann.
Jürgen Heitmann, geb. 1936 in Winsen an der Luhe, lebt heute in Celle. Dort ist er Beauftragter der Stadt für die Niederdeutsche Sprache. Seine Muttersprache ist das Elbmarschplatt. Beruflich war er bis 1999 im Sparkassen- und Versicherungswesen tätig. Seit 1996 schreibt er. Man findet seine plattdeutschen Texte in Anthologien (Schieverkring Weser-Ems) und auf der CD "Stickelplatt". 1999 war er 2. Freudenthal-Preisträger.
Der Klaus-Groth-Preis wird ihm verliehen für seine Gedichte "sotoseggen", "tegenaan", "tiedenwessel" und "koppheister". Darin trifft er einen neuen, eminent politischen Ton: "Dat vun Orkans un Taifuuns tweireten Kapital verrotte´t - bietieden."
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